Kostenlose Domain erstellen: Der ehrliche Guide für Unternehmer

Kostenlose Domain erstellen: Der ehrliche Guide für Unternehmer

Eine kostenlose Domain zu erstellen, ist technisch möglich. Die entscheidende Frage für Ihr Unternehmen ist jedoch: Ist es strategisch klug? In meiner langjährigen Praxis als Berater für digitale Präsenzen habe ich eines immer wieder beobachtet: „Kostenlos“ hat im Domain-Geschäft fast immer einen Haken – sei es ein Dämpfer für Ihr Branding, versteckte Kosten oder die Tatsache, dass Ihnen die Domain am Ende gar nicht wirklich gehört.

Was eine 'kostenlose Domain' für Ihr Business wirklich bedeutet

Eine minimalistische Zeichnung zeigt ein Domain-Schild 'Kessicee-domain.de' und Preisschilder mit 'onverkauft' und 'verkauft'.

Lassen Sie uns Klartext reden: Eine kostenlose Domain ist ein Marketinginstrument der Anbieter, kein Geschenk an Sie. Man lockt Sie damit in ein Ökosystem, um Ihnen später teurere Hosting-Pakete oder Premium-Dienste zu verkaufen. Bevor ich Ihnen also die technischen Wege zeige, müssen wir über die strategischen Kompromisse sprechen, die Sie damit eingehen.

In meiner täglichen Arbeit sehe ich die Konsequenzen: Unternehmer greifen nach einer "Gratis-Lösung" und wundern sich dann über mangelnde Sichtbarkeit bei Google, fehlendes Kundenvertrauen oder plötzliche technische Sackgassen, aus denen sie sich teuer freikaufen müssen. Um Ihnen genau das zu ersparen, analysieren wir die Geschäftsmodelle hinter diesen Angeboten.

Die drei Arten der "kostenlosen" Domain

Im Grunde läuft es immer auf eine von drei Varianten hinaus, die als "kostenlos" beworben werden. Jede hat ihre ganz eigenen Tücken, die Sie als Unternehmer kennen müssen, bevor Sie eine Entscheidung mit langfristigen Folgen treffen.

  • Echte Gratis-Domains: Hier sprechen wir von Domains mit exotischen Endungen wie .tk, .ml oder .ga, die Anbieter wie [Freenom] vergeben. Das größte Problem hier ist das Image. Solche Endungen werden von Nutzern und Suchmaschinen gleichermaßen mit Spam und zwielichtigen Seiten assoziiert – ein Todesstoß für den ersten Eindruck.
  • Subdomains von Plattformen: Dieses Modell kennen Sie von Website-Baukästen. Ihre Adresse lautet dann ihrname.wix.com oder ihrname.wordpress.com. Technisch ist das kinderleicht, aber die Domain gehört nicht Ihnen. Noch wichtiger: Jeder Marketing-Euro, den Sie investieren, stärkt die Marke des Anbieters, nicht Ihre eigene.
  • Gekoppelte "kostenlose" Domains: Das ist der häufigste Fall in der Praxis. Ein Hoster schenkt Ihnen die Domain für das erste Jahr, wenn Sie einen mehrjährigen Hosting-Vertrag unterschreiben. Die Domain ist also nicht wirklich kostenlos, sondern Teil eines Pakets, dessen Kosten ab dem zweiten Jahr oft über dem Marktdurchschnitt liegen.

Ihre Domain ist das digitale Fundament Ihres Unternehmens. An dieser Stelle zu sparen, ist wie ein Haus auf einem gemieteten Grundstück zu bauen – kurzfristig vielleicht günstig, aber langfristig riskant, nicht nachhaltig und ohne Wertsteigerung für Sie.

Bevor wir tief in die Analyse einsteigen, hier eine Übersicht, die Ihnen hilft, die Optionen strategisch zu bewerten.

Vergleich der 'kostenlosen' Domain-Optionen

Ein schneller Überblick über die Vor- und Nachteile der gängigsten Methoden, um eine kostenlose Domain zu erhalten.

Methode Vorteile Nachteile & Risiken Strategische Empfehlung
Echte Gratis-Domains (.tk, .ml) Absolut kostenlos Schlechtes Image (Spam-Verdacht), keine Eigentumsrechte, unprofessionell Strikt abzuraten für jedes kommerzielle Vorhaben. Nur für private Tests ohne Außenwirkung.
Subdomains (z.B. ihrname.wix.com) Extrem einfach einzurichten, oft mit Baukasten verbunden Kein Domain-Besitz, schadet Branding & SEO, keine Portabilität Unverbindliches Ausprobieren einer Plattform. Keine Grundlage für ein echtes Business.
Gekoppelte Domains (Gratis im 1. Jahr) Professionelle Domain-Endung (.de, .com), wirkt seriös An langfristige Verträge gebunden, hohe Verlängerungskosten, Lock-in-Effekt Der einzig gangbare Kompromiss für Start-ups, die ohnehin ein Hosting-Paket benötigen.

Jede dieser Optionen hat ihren Platz, aber für ein ernsthaftes Geschäftsvorhaben ist die gekoppelte Domain meist der einzig gangbare Weg – vorausgesetzt, man hat die Folgekosten im Blick und verhandelt klug.

Der Haken bei der Sache: die versteckten Kosten

Die wahren „Kosten“ stehen nicht immer auf der Rechnung. Ein schwaches Branding durch eine unprofessionelle Domain-Endung kann das Kundenvertrauen von Anfang an untergraben. Eine Subdomain bremst Ihre SEO-Bemühungen aus, weil Suchmaschinen die Autorität der Hauptdomain (wix.com) bewerten, nicht Ihre kleine Unterseite.

Finanziell ist die Taktik klar: Lockvogelangebote im ersten Jahr sollen Sie binden. Danach schnellen die Verlängerungsgebühren oft in die Höhe. Kostenlose oder extrem günstige Domains sind in Deutschland ein beliebtes Einstiegsmodell. Eine .de-Domain gibt es im ersten Jahr schon für 0,05 bis 0,08 Euro pro Monat, die Verlängerung kostet dann aber schnell mal 12 Euro pro Jahr. Andere Anbieter wie Wix bündeln die „kostenlose“ Domain mit Homepage-Baukästen, die bei über 13 Euro monatlich starten. Einen guten Überblick über die Preisstrukturen deutscher Domain-Anbieter finden Sie auf hosttest.de.

Nachdem Sie diesen Leitfaden gelesen haben, werden Sie jedes Angebot kritisch hinterfragen können. Sie wissen dann, wann eine "kostenlose" Lösung für ein Hobbyprojekt ausreicht und wann die kleine Investition in eine eigene, professionelle Domain die klügste und sicherste Entscheidung für Ihr Unternehmen ist.

Drei Wege zu einer Domain ohne direkte Kosten

Skizze, die kostenlose .tk-Domains, Hosting-Bundles und Subdomains mit Branding-Auswirkungen darstellt.

Es gibt also tatsächlich Möglichkeiten, an eine Domain zu kommen, ohne sofort die Brieftasche zücken zu müssen. Doch wie so oft im Geschäftsleben steckt der Teufel im Detail. Im Grunde gibt es drei gängige Pfade.

Jeder dieser Wege hat seine eigenen Spielregeln, Vorteile und – ganz wichtig – seine eigenen Fallstricke. Ich zeige Ihnen jetzt ganz konkret, wo die Kompromisse liegen und für wen sich welche Methode wirklich lohnt. So treffen Sie eine fundierte Entscheidung für Ihr Projekt und vermeiden kostspielige Fehler.

Option 1: Kostenlose TLDs von Anbietern wie Freenom

Die erste Methode klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Domains mit Endungen wie .tk, .ml, .ga oder .cf, für die man absolut nichts bezahlt. Anbieter wie Freenom waren lange die erste Anlaufstelle dafür. Der Prozess ist kinderleicht: Namen suchen, Verfügbarkeit prüfen und registrieren. Fertig.

Der Haken an der Sache ist allerdings gewaltig. Sie sind bei diesen Domains nur der Nutzer, nicht der rechtliche Eigentümer. Das bedeutet, der Anbieter kann Ihnen die Domain jederzeit und ohne Angabe von Gründen wieder wegnehmen. Stellen Sie sich vor, Sie bauen Traffic und eine Marke auf, und am nächsten Tag ist Ihre Seite einfach weg.

Dazu kommt, dass diese Top-Level-Domains (TLDs) einen extrem schlechten Ruf genießen. Sie werden überproportional häufig für Spam und Phishing missbraucht. Das wissen nicht nur die Nutzer, sondern auch Suchmaschinen und E-Mail-Provider. Die Folge: Massive Probleme bei der SEO-Sichtbarkeit und der E-Mail-Zustellung. Für jedes ernsthafte Geschäftsprojekt ist dieser Weg daher ein absolutes No-Go.

Option 2: Die Domain als Teil eines Hosting-Pakets

Das hier ist die gängigste und für Unternehmen sinnvollste Methode, um eine professionelle Domain im ersten Jahr gratis zu bekommen. Anbieter wie IONOS, Strato oder GoDaddy bündeln eine .de- oder .com-Domain mit einem ihrer Hosting-Pakete. Man bezahlt also für das Webhosting und erhält die Domain für die ersten 12 Monate als Bonus obendrauf.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie starten direkt mit einer seriösen Domain-Endung und treten von Anfang an glaubwürdig auf. Die Einrichtung ist meist nahtlos in den Bestellprozess integriert. Sie wählen Ihr Hosting, suchen Ihre Wunschdomain und aktivieren sie mit wenigen Klicks.

Der entscheidende Punkt hier ist die Vertragsbindung. Die „kostenlose“ Domain ist ein Lockangebot, das an einen Hosting-Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von meist 12 oder 24 Monaten gekoppelt ist.

Nach dem ersten Jahr fallen dann die regulären Verlängerungsgebühren für die Domain an, zusätzlich zu den Kosten für das Hosting. Lesen Sie das Kleingedruckte also genau, um die Folgekosten zu kennen. Für Unternehmer, die ohnehin ein Hosting brauchen, ist das aber eine hervorragende Möglichkeit, die anfänglichen Startkosten zu senken.

Option 3: Subdomains von Website-Baukästen und Plattformen

Die dritte Möglichkeit ist, eine Subdomain von Plattformen wie WordPress.com, Wix oder Substack zu nutzen. Ihre Adresse lautet dann nicht mein-business.de, sondern mein-business.wordpress.com. Technisch gesehen ist das der einfachste und schnellste Weg, online präsent zu sein.

Sie melden sich einfach bei einem dieser Dienste an und bekommen sofort eine funktionierende Webadresse. Keine versteckten Kosten, keine komplizierten Verträge. Für Hobby-Blogger, persönliche Portfolios oder um eine Idee mal unverbindlich auszuprobieren, ist das eine super Sache.

Für ein Unternehmen ist dieser Weg jedoch eine Branding-Sackgasse. Mit jeder Nennung Ihrer Adresse machen Sie Werbung für die Plattform, nicht für sich selbst. Zudem haben Sie keinerlei Besitzansprüche an dieser Subdomain. Ändert die Plattform ihre Regeln oder stellt den Dienst ein, ist Ihre gesamte Online-Präsenz in Gefahr.

Ein weiterer Knackpunkt ist die SEO-Leistung. Suchmaschinen behandeln solche Subdomains oft als Teil der Hauptdomain (also wordpress.com), was es für Sie viel schwieriger macht, eigene Autorität aufzubauen. Wenn Sie ernsthaft Kunden gewinnen wollen, ist eine Subdomain keine nachhaltige Strategie.

Jede dieser Methoden hat ihre Daseinsberechtigung, doch die richtige Wahl hängt ganz von Ihren Zielen ab. Wenn Sie jetzt unsicher sind, welche Option für Sie die richtige ist, stehe ich Ihnen gerne zur Seite. Eine kurze Beratung kann Ihnen langfristig viel Ärger und Geld sparen.

Was eine „kostenlose“ Domain Ihr Branding und Ihre Suchmaschinen-Platzierung wirklich kostet

Eine Domain ist weit mehr als nur eine Adresse im Netz – sie ist das Aushängeschild Ihres Unternehmens, Ihr digitales Firmengelände. Viele Gründer und Kleinunternehmer greifen am Anfang zu einer scheinbar kostenlosen Lösung und übersehen dabei die langfristigen Fallstricke. Das hier ist kein theoretisches Gerede, sondern eine ehrliche Einschätzung aus der Praxis, damit Sie eine Entscheidung treffen, die Ihr Geschäft wirklich voranbringt.

Die Wahl Ihrer Domain ist eine der ersten und wichtigsten Markenentscheidungen. Eine unprofessionelle Endung wie .tk oder eine Subdomain à la ihr-shop.anbieter.de sendet von Sekunde eins an das falsche Signal.

Der erste Eindruck zählt: Ein starkes Branding braucht eine starke Domain

Stellen Sie sich vor, Sie geben einem wichtigen Interessenten Ihre Visitenkarte. Eine Adresse wie maier-beratung.de wirkt sofort professionell und etabliert. Eine Adresse wie maier-beratung.tk lässt dagegen sofort die Alarmglocken schrillen. Ist das seriös? Ist die Seite überhaupt sicher?

Genau diese unterbewussten Zweifel pflanzen Sie auch online in die Köpfe Ihrer Besucher. Domain-Endungen wie .tk, .ml oder .ga haben leider einen schlechten Ruf, weil sie überproportional oft für Spam und Betrugsversuche genutzt werden. Potenzielle Kunden verbinden damit unweigerlich ein geringeres Maß an Vertrauen und Professionalität. Das macht es unnötig schwer, sie von Ihrem Angebot zu überzeugen.

Vertrauen ist die Währung im Internet. Eine unseriös wirkende Gratis-Domain ist wie ein Ladengeschäft in einer zwielichtigen Gegend – selbst das beste Produkt wird dort mit Argwohn betrachtet.

Das SEO-Handicap, mit dem Sie ins Rennen gehen

Suchmaschinen wie Google haben eine klare Mission: den Nutzern die relevantesten und vertrauenswürdigsten Ergebnisse zu liefern. Ihre Domain ist dabei ein ganz entscheidendes Signal. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Google für den deutschen Markt eine professionelle, länderspezifische Domain wie .de klar bevorzugt.

Eine Gratis-Domain bremst Sie bei Google gleich mehrfach aus:

  • Geringe Autorität: Exotische, kostenlose TLDs kommen oft aus einer „schlechten Nachbarschaft“ voller Spam-Seiten. Suchmaschinen behandeln Domains von dort von vornherein mit größerer Vorsicht.
  • Kein lokaler Bezug: Eine .de-Domain sagt Google klipp und klar: „Dieses Angebot ist für Deutschland relevant!“ Eine .ga-Domain sendet dieses wichtige Signal nicht.
  • Marken-Wirrwarr: Wenn jemand nach „Maier Beratung“ sucht und auf maier-beratung.wordpress.com landet, verwässert das die Marke und senkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Person überhaupt klickt.

Sie starten also direkt mit einem SEO-Nachteil, den Sie später nur mühsam wieder aufholen können. Jeder Euro, den Sie in gute Inhalte oder Marketing stecken, verpufft teilweise, weil das Fundament – Ihre Domain – wackelig ist.

Die größte Gefahr: Sie sind nicht der Eigentümer

Das mit Abstand größte Risiko ist jedoch die fehlende Kontrolle. Bei den meisten kostenlosen Anbietern sind Sie nicht der rechtliche Inhaber der Domain, sondern nur ein Mieter auf Zeit. Die Domain gehört dem Anbieter.

Was das für Sie bedeutet? Ganz einfach:

Der Anbieter kann Ihnen die Domain jederzeit wegnehmen – oft ohne Vorwarnung oder plausible Begründung. Stellen Sie sich vor, Ihr Geschäft läuft, Sie haben hunderte Besucher am Tag und plötzlich ist Ihre Website offline. Einfach so. All Ihre Arbeit, Ihr Traffic und Ihre bekannte Marke wären über Nacht verschwunden.

Dieses Risiko besteht nicht nur bei exotischen Endungen, sondern auch bei Subdomains von Homepage-Baukästen. Ändert der Anbieter seine Geschäftsbedingungen oder stellt den kostenlosen Dienst ein, stehen Sie mit leeren Händen da.

Dazu kommt die rechtliche Unsicherheit, besonders beim Thema Datenschutz. Ein sauberer Umgang mit Kundendaten, wie ihn die DSGVO vorschreibt, ist auf einer Plattform, über die Sie keine volle Kontrolle haben, kaum zu garantieren. Mehr zu den Grundlagen erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema Datenschutz und digitale Präsenz.

Die smarte Alternative: eine professionelle .de-Domain

Nachdem wir die Fallstricke der „kostenlosen“ Optionen analysiert haben, kommen wir zur Lösung, die ich praktisch jedem Unternehmer empfehle, der sein Geschäft ernsthaft online bringen will. Räumen wir gleich mit einem Mythos auf: Eine eigene, professionelle Domain ist kein teurer Luxus.

Die Wahrheit ist, eine .de-Domain ist eine der kleinsten, aber wichtigsten Investitionen in Ihr Unternehmen. Hier geht es nicht nur um eine Webadresse – es geht um Ihre Glaubwürdigkeit, um Vertrauen und um die Sichtbarkeit Ihrer Marke.

Warum eine .de-Domain unschlagbar ist

Für den deutschen Markt gibt es kaum ein stärkeres Signal als eine .de-Domain. Sie signalisiert sofort lokale Verbundenheit und schafft Vertrauen bei Ihren Kunden. Die Menschen hierzulande kennen diese Endung, sie vertrauen ihr.

Gleichzeitig ist sie ein klares Signal für Google. Die Suchmaschine erkennt sofort, dass Ihr Angebot für den deutschen Markt relevant ist. Das verschafft Ihnen einen direkten Vorteil im Wettbewerb um lokale Kunden.

Eine .de-Domain ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in das Fundament Ihrer Marke. Sie kaufen nicht einfach nur eine Adresse, sondern sofortige Seriosität und eine bessere Position bei Google.

So finden und registrieren sie Ihre Wunschdomain

Eine professionelle Domain zu registrieren, ist glücklicherweise unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. Seriöse Anbieter, die sogenannten Registrare, nehmen Sie dabei an die Hand.

  • Domain-Verfügbarkeit checken: Fast jeder Anbieter (wie IONOS, Strato etc.) hat einen Domain-Checker auf seiner Website. Geben Sie Ihren Wunschnamen ein und schauen Sie, ob er noch frei ist. Falls nicht, werden Sie kreativ! Probieren Sie Varianten mit Bindestrich oder fügen Sie einen Begriff hinzu, der zu Ihrem Geschäft passt.

  • Anbieter auswählen: Hier lohnt sich ein genauer Blick. Vergleichen Sie nicht nur die Preise für das erste Jahr, sondern vor allem die Kosten für die Verlängerung. Viele locken mit extrem günstigen Einstiegsangeboten.

  • Registrierung abschließen: Geben Sie Ihre Kontaktdaten an (damit sind Sie der offizielle Inhaber) und schließen Sie den Kauf ab. Das war's schon! Herzlichen Glückwunsch, die Domain gehört jetzt rechtlich Ihnen.

Sobald die Domain registriert ist, haben Sie die volle Kontrolle. Sie können sie mit jedem Hosting-Paket oder Website-Baukasten verbinden und sind nicht mehr an eine bestimmte Plattform gebunden. Bei SH Engineering zum Beispiel legen wir größten Wert darauf, dass unsere Kunden von Anfang an auf einem soliden Fundament stehen. Deshalb ist eine durchdachte Domain-Strategie immer ein Kernpunkt unserer Beratung für eine starke digitale Präsenz.

Was eine professionelle domain wirklich kostet

Jetzt zur wichtigsten Frage: Was kostet der Spaß? Die Preise für eine .de-Domain sind so niedrig, dass sie jeden Gedanken an eine unprofessionelle Gratis-Alternative im Keim ersticken.

Die .de-Endung ist nicht umsonst die beliebteste in Deutschland und weltweit ganz vorne mit dabei. Mit über 17,6 Millionen registrierten .de-Domains (Stand August 2025) liegt Deutschland global auf Platz zwei direkt hinter China. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist sie die erste Wahl, um lokale Präsenz zu zeigen. Und die Kosten? Bei vielen Anbietern fangen die Preise im ersten Jahr bei 0,05 Euro pro Monat an, danach bewegen sie sich um etwa einen Euro monatlich. Wer tiefer in die Zahlen eintauchen will, findet aktuelle Domain-Statistiken und Prognosen auf domain-recht.de.

Für ungefähr 12 Euro im Jahr sichern Sie sich also nicht nur eine professionelle Adresse, sondern auch Markenschutz, das Vertrauen Ihrer Kunden und bessere Chancen bei Google. Verglichen mit den Risiken einer „kostenlosen“ Domain ist das eine Investition, die sich vom ersten Tag an bezahlt macht.

Nehmen Sie die Technik selbst in die Hand

Glückwunsch, Sie haben den ersten großen Schritt geschafft und Ihre Domain registriert! Aber eine Domain allein ist wie ein Grundstück ohne Haus – man hat zwar eine Adresse, aber es gibt nichts zu sehen. Jetzt geht es an den Feinschliff, damit Ihre Website auch erreichbar und sicher ist.

Keine Sorge, das klingt technischer, als es ist. Begriffe wie DNS oder SSL schrecken viele erst einmal ab, aber ich zeige Ihnen, wie Sie das Ganze souverän meistern. Es sind nur ein paar entscheidende Stellschrauben, die den Unterschied zwischen Professionalität und Dilettantismus machen.

Der Weg zur eigenen Domain folgt im Grunde immer drei einfachen Schritten, wie diese Grafik zeigt: Suchen, Wählen und Registrieren.

Flussdiagramm zur Registrierung einer .de-Domain in drei Schritten: Suchen, Wählen und Registrieren.

Sobald die Registrierung durch ist, fängt der spannende Teil an: Wir erwecken Ihre Domain zum Leben.

Die Weichen stellen: Die DNS-Konfiguration

Stellen Sie sich das Domain Name System (DNS) wie das Adressbuch des Internets vor. Es übersetzt den Namen Ihrer Website (den sich Menschen merken können) in eine technische IP-Adresse, die Computer verstehen. Der wichtigste Eintrag in diesem Adressbuch ist der sogenannte A-Record.

Dieser kleine Eintrag verrät jedem Browser auf der Welt: „Hey, wenn jemand ihre-firma.de sucht, dann findest du die passende Website auf dem Server mit dieser IP-Adresse.“ Die IP-Adresse bekommen Sie von Ihrem Hosting-Anbieter, und den A-Record tragen Sie in der Verwaltung Ihres Domain-Anbieters ein. Ohne diesen Wegweiser läuft Ihre Website ins Leere.

Denken Sie beim A-Record an die Hausnummer für Ihr digitales Grundstück. Ohne sie findet niemand den Eingang, egal wie schick das Haus dahinter ist.

Sicherheit, die man sieht: SSL-Verschlüsselung

Kennen Sie das? Sie besuchen eine Website und der Browser schreit förmlich „Nicht sicher!“. Das passiert, wenn ein SSL-Zertifikat fehlt. Dieses Zertifikat sorgt für eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Besucher und Ihrer Website – erkennbar am https:// und dem kleinen Schlosssymbol in der Adresszeile.

Heute ist HTTPS keine Kür mehr, sondern Pflicht. Es schützt nicht nur die Daten Ihrer Kunden, sondern schafft auch Vertrauen und ist ein handfester Rankingfaktor für Google. Zum Glück bieten die meisten Hoster kostenlose Zertifikate, zum Beispiel von Let's Encrypt, die sich oft mit nur einem Klick aktivieren lassen. Diesen Punkt sollten Sie auf keinen Fall überspringen.

Ein Schloss mehr: Sicherheit mit CAA-Records

Wenn die Basics sitzen, gibt es noch einen oft übersehenen, aber cleveren Schutzmechanismus: den CAA-Record (Certification Authority Authorization). Mit diesem Eintrag im DNS legen Sie fest, welche Organisationen (wie z. B. Let's Encrypt) überhaupt SSL-Zertifikate für Ihre Domain ausstellen dürfen.

Warum das Ganze? Es verhindert, dass sich Betrüger ein gefälschtes Zertifikat für Ihre Domain erschleichen, um damit Phishing-Angriffe zu starten. Die Einrichtung ist kinderleicht: Sie tragen einfach den Namen der erlaubten Zertifizierungsstelle ein. Ein winziger Aufwand mit großer Wirkung für Ihre digitale Sicherheit.

Die Technik mag auf den ersten Blick einschüchternd wirken, ist aber das Fundament für eine professionelle und sichere Online-Präsenz. Wenn Sie sich unsicher sind, welche Einstellungen für Ihr Projekt die richtigen sind, kann Ihnen unser Website-Konfigurator eine schnelle erste Orientierung geben. Mein Ziel ist es, dass Sie diese Schritte verstehen und selbstbewusst umsetzen können. Denn nur dann haben Sie die volle Kontrolle und können sicher sein, dass Ihre Domain optimal für Ihren Erfolg arbeitet.

Fragen aus der Praxis: Was Sie über kostenlose Domains wissen müssen

Nach all der Theorie kommen wir jetzt zum Eingemachten. In meiner täglichen Arbeit mit Gründern und Unternehmern tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf, wenn es um kostenlose Domains geht. Da steckt oft eine Menge Unsicherheit drin. Deshalb habe ich die häufigsten und wichtigsten Fragen hier gesammelt und beantworte sie so, wie ich es auch in einer persönlichen Beratung tun würde – klar, direkt und ohne Fachchinesisch.

Sehen Sie diesen Abschnitt als Ihr persönliches Q&A. Ich möchte Ihnen helfen, die letzten Zweifel aus dem Weg zu räumen, damit Sie eine sichere Entscheidung für Ihr Projekt treffen können.

Kann ich eine kostenlose Domain später einfach umziehen?

Das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt, und die Antwort ist ein klares: „Kommt drauf an.“ Ob Sie flexibel bleiben oder in einer Sackgasse landen, hängt einzig und allein von der Art der „kostenlosen“ Domain ab. Schauen wir uns das mal genauer an.

Im Grunde gibt es drei Fälle:

  • Echte Gratis-Domains (.tk, .ml usw.): Hier lautet die Antwort fast immer Nein. Bei Diensten wie Freenom sind Sie nur der Nutzer, nicht der rechtliche Eigentümer. Ein Umzug zu einem anderen Anbieter ist technisch und vertraglich schlicht nicht vorgesehen. Stellen Sie es sich so vor: Sie bauen ein Haus auf einem gemieteten Grundstück – mitnehmen können Sie es nicht.
  • Gekoppelte Domains (kostenlos im 1. Jahr): Hier ist die Antwort Ja, aber erst nach der Mindestlaufzeit. Wenn Ihre Domain Teil eines Hosting-Pakets ist (z. B. bei IONOS oder STRATO), gehört sie Ihnen. Nach dem ersten kostenlosen Jahr können Sie sie problemlos umziehen. Dafür brauchen Sie nur den sogenannten „Auth-Code“ von Ihrem alten Anbieter, den Sie beim neuen einreichen.
  • Subdomains (mein-shop.wix.com): Ein Umzug ist hier komplett ausgeschlossen. Die Subdomain gehört fest zur Hauptdomain des Anbieters. Sie können zwar Ihre Inhalte (Texte, Bilder) auf eine neue Website übertragen, aber die Adresse selbst ist verloren. Sie fangen im Grunde bei null an.

Mein ganz persönlicher Rat: Wenn Sie auch nur den kleinsten Funken an langfristigem Denken in sich tragen, investieren Sie die paar Euro in eine Domain, die von Anfang an zu 100 % Ihnen gehört. Alles andere schafft nur Abhängigkeiten, die Sie später richtig ärgern werden.

Schaden Domains wie .tk oder .cf meinem Google-Ranking?

Ja, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Es hält sich hartnäckig der Mythos, Google wäre die Domain-Endung egal. Das ist falsch. Suchmaschinen bewerten unzählige Vertrauenssignale, und die Top-Level-Domain (TLD) ist ein ziemlich deutliches. Exotische, kostenlose TLDs wie .tk, .ml oder .ga haben leider einen furchtbar schlechten Ruf.

Warum? Weil sie massenhaft für Spam, Phishing und illegale Aktivitäten missbraucht werden. Die Algorithmen von Google wissen das natürlich und begegnen solchen Domains von vornherein mit Misstrauen. Sie starten also mit einem Vertrauens-Handicap, bevor Sie auch nur eine Zeile Content veröffentlicht haben.

Eine etablierte .de-Domain signalisiert sofort Relevanz für den deutschen Markt und Seriosität. Eine .com steht für Internationalität. Für ein ernsthaftes Geschäft ist eine kostenlose Spam-TLD ein SEO-Risiko, das sich einfach nicht lohnt. Es ist, als würden Sie bei einem Autorennen mit angezogener Handbremse starten.

Was passiert mit meiner Domain, wenn ich mein Hosting-Paket kündige?

Ein super wichtiger Punkt, der oft vergessen wird. Die „kostenlose“ Domain ist ja nicht wirklich kostenlos – sie ist an Ihr Hosting-Paket gebunden. Es ist ein Koppelgeschäft. Sobald Sie den Hosting-Vertrag kündigen, erlischt auch Ihr Anspruch auf die kostenlose Nutzung der Domain. Sie ist nur gratis, solange Sie für den dazugehörigen Dienst bezahlen.

Nach der Kündigung passiert meistens Folgendes: Der Anbieter macht Ihnen ein Angebot, die Domain zu den regulären Jahresgebühren zu übernehmen. Dann können Sie entscheiden, ob Sie dort bleiben oder sie zu einem neuen Provider umziehen.

Achtung: Verpassen Sie diese Frist, kann der Anbieter die Domain einfach wieder freigeben. Dann ist sie für jeden auf dem Markt verfügbar – auch für Ihre Konkurrenz. Sie verlieren nicht nur Ihre Adresse, sondern auch Ihre aufgebaute Marke und den wertvollen Traffic.

Reicht eine kostenlose Domain für ein kleines Unternehmen wirklich aus?

Meine Antwort darauf ist unmissverständlich: Nein. Für den allerersten, unverbindlichen Test einer vagen Idee – vielleicht ein kleiner Hobby-Blog oder ein Projekt für die Uni – reicht eine Subdomain von Plattformen wie WordPress.com oder Wix völlig aus. Man kann schnell und ohne einen Cent loslegen.

Aber in dem Moment, in dem Sie Ihren ersten Kunden gewinnen, professionell wahrgenommen werden oder eine Marke aufbauen wollen, wird eine kostenlose Domain zur Belastung. Sie wirkt unprofessionell, schadet dem Branding und ist eine massive Bremse bei der Suchmaschinenoptimierung.

Die Investition von rund 12 Euro pro Jahr in eine eigene .de-Domain ist eine der kleinsten, aber wichtigsten Ausgaben für Ihre digitale Identität. Ich rate jedem Unternehmer, der es ernst meint, dringend davon ab, an diesem Fundament zu sparen. Es ist der Unterschied zwischen einem wackeligen Zelt und einem soliden Haus.


Die Wahl der richtigen Domain ist viel mehr als nur eine technische Kleinigkeit – sie stellt die Weichen für die Zukunft Ihres Projekts. Wenn Sie sich unsicher sind, welcher Weg für Sie der beste ist oder wie Sie Ihre digitale Präsenz von Anfang an richtig aufbauen, lassen Sie uns einfach mal reden. SH Engineering hat sich darauf spezialisiert, kleinen und mittleren Unternehmen mit pragmatischen und effektiven Lösungen den Weg zu ebnen. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung und legen Sie das richtige Fundament für Ihren Erfolg: https://sh-eng.de